Laufzeit: 2021 – 2025

Das re|con project beobachtet und analysiert aktuelle Entwicklungen online mit dem Schwerpunkt Verschwörungserzählungen durch ein systematisches Monitoring und moderne Studiendesigns. Darüber hinaus werden theoriegeleitete Analysen und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für Zivilgesellschaft, Medien und Politik erstellt.

Im Rahmen gesellschaftlicher Krisen verbreiten Menschen besonders häufig Verschwörungserzählungen. Diese fördern eine verzerrte Realitätswahrnehmung bei Teilen der Bevölkerung und können zu erhöhter Gewaltbereitschaft gegen die vermeintlichen Verschwörer:innen sowie zu Wissenschafts- und Demokratiefeindlichkeit führen. Weiterhin fördert die Verbreitung von Verschwörungserzählungen und Desinformationen Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen und Prozesse. Verschwörungsideologien bieten durch ihre apokalyptischen Vorstellungen immer wieder eine Legitimationsgrundlage terroristischer Gewalttaten, wie verschiedene rechtsterroristische Anschläge der letzten Jahre belegen. Rechtsextreme Online-Communities befördern diese Erzählungen, glorifizieren die Täter:innen und regen zu Nachahmungen an.

Das re|con project bündelt jahrelange interdisziplinäre Expertise zu den Themen Verschwörungsideologien, Desinformation, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Es beobachtet und analysiert aktuelle Entwicklungen im digitalen Raum durch kontinuierliches Real Time Monitoring zentraler digitaler Plattformen (wie Telegram u.a.) und moderne Studiendesigns, unter anderem mit Open-source Intelligence (OSINT). Auf Basis des Monitorings erstellt das re|con project regelmäßige Berichte mit theoriegestützten quantitativen und qualitativen Analysen. Darüber hinaus gibt es evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für Zivilgesellschaft, Medien und Politik heraus und bietet Beratung zu den inhaltlichen Themen sowie Monitoring zu digitaler Hetze für einzelne Personen an.

Das Projekt hat zum Ziel, sich mit zentralen Akteur:innen aus Politik, Medien und Bildung sowie Plattformen zu vernetzen. Weitere Information erhalten Sie unter recon@cemas.io.

Ansprechpartner:in

Veröffentlichungen zum Projekt